Studie zu den Archetypen von Maja Nowak

 

Das Modell der Archetypen, welches durch diese Studie entstand, unterscheidet sich von dem Modell der "Rudelstellung", die 2012 durch Barbara Ertel veröffentlicht wurde, in der Motivation, die dahinter steht. Jede Motivation erzeugt eine bestimmte Energie und je nachdem wie viel Liebe, Offenheit, Angriffslust, Narzismus usw. hinter der Motivation stehen, färbt diese das sich ergebende "Bild". In jeder "objektiven" Studie beleuchten Menschen das "vorhandene Bild" stets auch mit der Farbe ihrer Motivation. Objektivität gibt es also nicht, denn auch ein Wissenschaftler interpretiert durch die Brille seiner Motivation und mit seinem eigenen Hintergrund.

Aus diesem Hintergrund heraus empfinde ich es wichtig, immer auch die eigene Motivation und die Anderer zu hinterfragen und zu kommunizieren. Du bist in deinem eigenen Mitschwingen erwünscht, also eingeladen, dich inspirieren zu lassen, oder diese Inhalte abzulehnen. 
 

Meine Motivation ist es, das Wertvolle in diesem Modell abzubilden, welches jedes Lebewesen bereits mitbringt, noch bevor es konditioniert wird und auch daraus neue Fähigkeiten entstehen können. Es ist ein Versuch, auf die Mittel aufmerksam zu machen, die in unserer eigenen Geschichte angewendet wurden und werden, um Lebewesen zu etwas zu machen, was sie in ihrem individuellen Kern nicht sind und wie wir das Erlebte, auf Tiere übertragen. Wenn diese natürlichen Fähigkeiten als Lebenskraft sichtbar werden, erlebe ich bei Menschen, stets die Erleichterung, als Fähigkeit zu begreifen, was sie erfolglos an ihrem Hund (und sich selbst) zu bekämpfen suchten. Dies gelingt, wenn sie die Handlung ihres Hundes in den Zusammenhang zu seinen inneren Ressourcen setzen können. Es ist verblüffend, wie schnell dann häufig eine bisher erlebte Frustration dem Stolz auf diese Fähigkeit des Hundes weicht oder die empfundene Ohnmacht zu einer Handlungsfähigkeit wird und sich das bestehende Thema auflösen kann. Auch hier wieder färbt immer die innere Haltung das bestehende "Bild". Deswegen ist es so wichtig, die Haltung verändern zu lernen, die ein Verhalten erzeugt in uns selbst und beim Hund. 

 

In der Studie zu den Archetypen der Hunde von 2014-2015 untersuchte ich mit der Unterstützung der Kollegen*Innen des VdU an Hunderten von Haushunden zwei Ressourcen, die Hunde mit uns gemeinsam haben. Das sind zum einen das Temperament und zum anderen die natürliche Fähigkeit zur Führung oder Mitarbeit. Diese Ressourcen habe ich in einem Modell von Archetypen in meinem Buch: "Abenteuer Vertrauen - Vollkommen, aber nicht perfekt" zusammen gefasst. In der  Playlist auf meinem YouTube Kanal gibt es auch kommentierte Filme zu den unterschiedlichen Typen.
Seit 2015 sind viele wertvolle Aspekte als Wegweiser für uns Menschen hinzu gekommen, die ich in meinem nächsten Buch beschreiben werde.

Willkommen auf neuen Wegen