Studie zu den Archetypen von Maja Nowak

 

Das Modell der Archetypen, welches durch diese Studie entstand, unterscheidet sich von dem Modell der "Rudelstellung", die 2012 durch Barbara Ertel veröffentlicht wurde, in der Motivation, die dahinter steht. Jede Motivation erzeugt eine bestimmte Energie, und je nachdem, welche Absicht, Neugier und Offenheit hinter der Motivation stehen, färben diese auch das sich ergebende "Bild" einer Forschungsreise. Es gibt schon deshalb keine "objektiven" Studien, weil deren Auswertung und Interpretation immer auf dem Hintergrund der Menschen basieren, die sie durchführen. 

Motivation

Meine Motivation zu dieser Studie war, das Bewusstsein für den Wesenskern zu öffnen, den jedes Lebewesen mitbringt, bevor es konditioniert wird. Es ist ein Versuch, darauf aufmerksam zu machen, dass wir aus uns und anderen etwas zu machen suchen, was wir und sie nicht sind. Die Folge daraus ist eine dauerhafte Selbst- und Fremdkorrektur und kein eigenes SEIN. Es werden unzählige Diskussionen darüber geführt, welche Form der Korrektur die Richtige wäre. Ich behaupte: Keine. 

Leitbilder statt Korrektur

Diese Schlussfolgerung fußt auf meiner therapeutischen Erfahrung, dass Menschen wie Hunde keine Korrektur brauchen, wenn sie Zugang zu ihrem friedvollen Wesenskern haben oder wieder erhalten. Sie benötigen dann einfach Leitbilder und Lehrer, mehr nicht.

Hunde sind keine Wölfe

Es gibt viele Modelle, die menschliche Archetypen beschreiben. Das sind generelle, im kollektiven Unbewussten verankerte Prädispositionen (Stangl, 2021). Da Hunde zwar genetisch mit dem Wolf verwandt sind, psychisch jedoch seit Jahrtausenden durch menschliche Zucht an die Emotionen der Menschen angepasst wurden, sind auch unter ihnen Archetypen zu erkennen.

 

Studie

In der Studie der Archetypen von 2014-2015 untersuchte ich mit der Unterstützung der Kollegen*Innen des VdU an 500 Haushunden vor allem zwei natürliche Ressourcen, die Hunde mit uns gemeinsam haben. Das ist zum einen das Temperament und zum anderen die natürliche Fähigkeit zur Führung oder Mitarbeit. Diese Ressourcen habe ich in einem Modell von Archetypen in meinem Buch: "Abenteuer Vertrauen - Vollkommen, aber nicht perfekt" zusammen gefasst. In der Playlist auf meinem YouTube Kanal gibt es kommentierte Filme zu den unterschiedlichen Typen.

Zuhören und Respekt erübrigen Archetypen

Die Archetypen sind der Versuch einer Orientierung mit der Natur eines Hundes zu leben und nicht gegen sie. Sie sind nur ein Zugang neben vielen anderen Möglichkeiten. Haben Menschen gelernt, wieder sich selbst und anderen wirklich zuzuhören und sich und andere zu respektieren, brauchen sie nach meiner Erfahrung keine Archetypen mehr.